03.06.2009, Stefan Heidenreich

Bildausschnitte sind gefährlich. Das sollten Bildwissenschaftler wissen. Der Forschungs-Schwerpunkt Eikones, eines der prominentesten derartigen Zentren im Bereich der deutschsprachigen Bildwissenschaften, hat unter dem Titel Movens Bild einen umfangreichen Tagungsband vorgelegt. Online sucht man nach den Aufsätzen leider vergeblich.

Wer das Cover des Buches erkennt, ahnt ein wenig, was es mit dem Inhalt auf sich hat. Die Fotos aus Thomas Struths Audience Serie können dem Band ein Bild geben, wird lapidar im Vorwort vermerkt. Wie genau das zu verstehen ist, bleibt offen.

 

24.04.2009

In diesem Frühling wurde die Gesellschaft für interdisziplinäre Bildwissenschaft gegründet, mit Sitz im westfälischen Münster. Die Förderung einer interdisziplinären Bildwissenschaft als eigenständige Grundlagendisziplin sowie die die universitäre Verankerung der interdisziplinären Bildwissenschaft als eigenständige Grundlagendisziplin sind laut Satzung die beiden vorrangiger Ziele des Vereins. Bei der Gründungssitzung in Chemnitz wurde erst einmal erledigt, was Vereine als Gründungsakt zu tun pflegen - Stellen besetzt.

Vorstand wurde der Initiator des Vorhabens, Klaus Sachs-Hombach. Er lehrt Philosophie in Chemnitz.

Zu seinem Stellvertreter wählte man Philipp Stöllger, einen Theologen aus Rostock, wo seit kurzem verstärkt bildwissenschaftliche Studien betrieben werden.

Stefan Meier, im Fach Medienkommunikation in Chemnitz tätig, übernahm den Posten des Schatzmeisters.

Dem erweiterten Vorstand gehören Petra Bernhardt (Politikwissenschaftlerin in Wien), Hans-Dieter Huber (Kunsthistoriker in Stuttgart), Stefanie-Vera Kockot (Kulturwissenschaftlerin aus Zürich) sowie Christoph Wagner (Kunsthistoriker aus Regensburg, fehlt im Bild) an.

Die Gesellschaft wird als Homepage auf die Seite des bereits seit einigen Jahren bestehenden Virtuellen Instituts für Bildwissenschaft zurückgreifen. Zwar sind Naturwissenschaften leider im Vorstand der neuen Gesellschaft nicht vertreten, aber ansonsten ist es gelungen, ein breites Spektrum an Fächern miteinzubeziehen ebenso wie alle Länder des deutschen Sprachraums. Die Aufnahme in die Gesellschaft kann mit einem online abrufbaren Formular beantragt werden.

21.03.2009, Stefan Heidenreich

Dass Kunstgeschichte in den praktischen Umgang mit Bildern übersetzt wird, kommt selten genug vor. Und noch seltener schreibt jemand, der erfolgreich Theorie in Praxis übersetzt, seine Erfahrungen und Ansichten nieder. Unter dem Titel Mediale Wunderkammern erscheinen nun Texte von Hubert Burda aus den letzten Jahren, herausgegeben von Wolfgang Ullrich.

Die Themen reichen von der Rolle der Infografik bis zur Darstellung von Herrschaft und von der Historienmalerei im 18. Jahrhundert - Burda hat über die Darstellung von Ruinen bei dem französischen Maler Hubert Robert promoviert - bis zu den jüngsten Bildstrategien im Netz.

15.12.2008, Stefan Heidenreich
Ein neuer Blog über Bilder

Blogs zur Bildwissenschaft sind in Deutschland rar gesäht. Nun bekomment Iconicturn etwas mehr Gesellschaft. Mit Bildfaehig haben Simon Bieling und Daniel Hornuff einen Blog gegründet, der über die Bilder der zeitgenössischen Kultur mit dem Anspruch differenzierter Klarheit und theoretischer Schärfe berichten will.

Themen waren bislang unter anderem Theorien der Bildauswahl, personalisierte Mobiltelefone oder Suche mit Bildern nach Bildern.

09.11.2008, Stefan Heidenreich

Dass Bilder einen Ort haben, ist die Grundannahme des Sammelbandes mit dem Titel Topologien der Bilder. Bild.Körper.Medium heißt das Graduiertenkolleg, aus dessen Umfeld das Buch stammt. Dessen Sprecher Beat Wyss hat versucht, ein wenig Ordnung in den hier vorliegenden Sammelband zu Bildern und Orten zu bringen. Aber die Wege der Bilder sind verworren. Den Sammelband zu lesen ist oft wie in einem Lexikon zu schmökern. Artikel folgt auf Artikel, mal springt man 500 Jahre vor, mal 200 zurück, mal ähneln sich die Themen, mal haben sie nicht das Geringste miteinander zu tun. Nach der Lesart von Wyss entsprechen die Begriffe Bild, Körper und Medium einem ästhetischen, einem bildpraktischen und einem epistemischen Zugriff auf Bilder. In einem weiteren Schritt verbindet er diese Begriffe wiederum mit den drei Peirce'schen Termini Ikon, Index und Symbol.

09.10.2008, Stefan Heidenreich

Ein Buch mit dem kurzen Titel Bild-Sprache verspricht nicht
weniger als etwas Grundlegendes. Gesche Joost geht es nicht um einen Teil, sondern um Alles, ums Ganze. Um die ganze Sprache des Films.
Wie werden rhetorische Gestaltungsmittel eingesetzt? Welchen Regeln folgt ihr Einsatz? Und wie kann ihre Komposition im Film sichtbar gemacht werden? Das sind die Fragen, die die Autorin beantworten will.

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