Found on the web: virtual workshop and digital conference...

Vielleicht liegt die Zukunft der wissenschaftlichen Diskurse im Netz. Eine Website, die in punkto Wissenschaftsaustausch versucht, Standards zu setzen, ist www.interdisciplines.org. Die Initiatoren der digitalen Plattform sind der Kognitionswissenschaftler Dan Sperber und der Philosoph Roberto Casati. Beide arbeiten am renommierten "Centre National de la Recherche Scientifique" in Paris und verfolgen mit ihrer Seite das Ziel, interdisziplinäre Forschung zu fördern. Was eignet sich da besser als virtuelle Konferenzen und Workshops zu organisieren, zu denen möglichst viele Wissenschaftler Zugang haben? Zu finden sind Beiträge von Autoren wie Giacomo Rizzolati, dem Entdecker der Spiegelneuronen, der Wissenschaftshistorikerin Helga Nowotny, dem Kunsthistoriker David Freedberg oder Kognitions-wissenschaftler Paul Bloom.

Die Workshops und Konferenzen behandeln Themen wie die Zusammenhänge von Kunst und Denken, die theoretischen Implikationen der Entdeckung der Spiegelneuronen, Objektwahrnehmung oder Kausalität. Dabei stellen einzelne Forscher ihre Thesen in kurzen Artikeln für einen bestimmten Zeitraum der wissenschaftlichen Web-Community zur Diskussion. Ganz offen sind die Debatten allerdings nicht. Wie "im wirklichen Leben" wacht auch hier ein Moderatoren-Team über die Qualität der Beiträge. So kann man sich auch leider nicht mehr nach Ablauf der Konferenzen und Workshops in die Diskussion einloggen und mitdiskutieren, sondern die Beiträge nur noch einsehen. Dafür gibt es Literaturhinweise und als zusätzlichen Service einen Newsletter, der die Abonnenten über die nächste Konferenz informiert. ger

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